Doofe Bandnamen
Jeder kennt einen Künster oder eine Band mit einem doofen Namen. Manchmal ist das gut, weil der Name zugleich ein Statement zur fabrizierten Musik ist („DJ Bobo“, „Die Flippers“) , das vor Enttäuschungen und falschen Erwartungen bewahrt. In anderen Fällen wird der doofe Name quasi zur self-fullfilling prophecy. Das ist etwa bei der Band mit dem wahnsinnig doofen Namen Live der Fall: Waren die ersten beiden Platten ok respektive super (throwing copper), so wurde der Sound mit jeder Veröffentlichung mehr zu tranigem Eso-Gitarrenpop. Traurig.
Bei all diesen Beispielen muss man sagen: Ihr habt euren doofen Namen verdient. Es gibt jedoch auch tragische Beispiele für Bands, die tolle Musik machen, sich aber bei der Wahl eines Namens wahrlich vergriffen haben. Paradebeispiel: The Standard, ein Name, mit dem man im Internet verloren ist: Egal ob in Google oder Myspace – niemand, der nur den Namen dieser Band kennt, wird jemals einen Ton von ihnen zu hören bekommen. Was für ein doofer Name!
Fast so doof, fast so gut: The Postal Service mussten vor Gericht antreten, weil der gleichnamige amerikanische Post-Dienstleister es nicht goutierte, dass da unter seinem Namen musiziert wird. Schliesslich einigte man sich jedoch gütlich: Die Platten der Band werden nun auch an Postschaltern verkauft.

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