Tatort Büro: Frisch benutzter Hefter sichergestellt

Die Stadtpolizei Zürich hat in einem Büro einen frisch benutzten Schnellhefter sichergestellt. „Wir schliessen nicht aus, dass der Hefter bei einem Verbrechen zum Einsatz kam“, sagte Polizeisprecher Peter Grott. Ein Büroangestellter hatte das noch warme Gerät kurz nach Mittag entdeckt und sofort die Polizei verständigt. Der Mann steht unter Schock und erhält zur Zeit psychologische Betreuung. Beim Management des kleinen Betriebes herrscht grosse Betroffenheit: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass bei uns so etwas geschehen kann“, sagte CEO Dieter Klein. Bereits trifft das Unternehmen Vorkehrungen, um den Missbrauch von Schnellheftern künftig zu unterbinden: „Wer unbeaufsichtigt einen Schnellhefter benutzt, muss mit der fristlosen Kündigung rechnen.“

Schnellheftermissbrauch im Trend

Generell haben die Schnellheftermissbräuche in der Schweiz in den letzten Jahren rasant zugenommen: Waren bei der Polizei im Jahr 2002 insgesamt 257 Missbräuche gemeldet, hat sich die Zahl bis 2007 mit 610 Missbräuchen mehr als verdoppelt. Und die Dunkelziffer ist hoch: Bei der Stadtpolizei geht man davon aus, dass lediglich jeder dritte Missbrauch zur Anzeige gelangt.

~ von doppelzunge am Mai 21, 2008.

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